hat mein Kind nur keinen Bock?

Woran merke ich, dass es sich um LRS handelt und
keine Null-Bock-Reaktion ist?

Das ist eine schwierige Frage.
Hier stellt sich mir immer die Frage nach dem Warum hinter dem Warum.
Zugegeben, das klingt jetzt ein wenig verwirrend.

Warum ist ein Kind bockig?
Weil es etwas erreichen möchte.
Und zwar ohne Argumente zu haben.
Wenn Mama mir das Eis nicht kauft, dann bin ich eben bockig.
Mama wird schon sehen, was sie davon hat.
In diesem Beispiel ist einfach zu erkennen, was für das Kind dahinter steckt.

Wenn ich mit meinem Kind für das Diktat übe, dann gibt es auch Momente, wo mein Kind vielleicht bockig wird.
Warum?
Weil es merkt, dass es nichts bringt. Und Kinder sind da wirklich spontaner. Wenn’s eh nichts bringt, dann lasse ich es eben.
Aber wir üben weiter.
Aber warum bringt dem Kind das denn nichts?
Ich und mein Kind wissen doch, dass es früher auch schon mal geholfen hat. Schließlich war ja das letzte Diktat besser, als wir davor geübt haben.
Vielleicht ist ihr Kind nur einen Schritt weiter als Sie.

Es merkt, dass Üben vielleicht kurzfristig hilft – aber es merkt genauso, dass es immer und immer wieder Üben soll.
Und das nervt.

Da kann jetzt eine echt Schwäche dahinter stecken.
Das sollten Sie prüfen.

Ich gebe Ihnen hierzu einen Fragebogen an die Hand, in dem einige
Merkmale aufgeführt sind.
Wenn Sie in diesem Fragebogen zu LRS ihr Kind wieder erkennen, dann sollten Sie ihrem Kind mit ein wenig mehr Nachsicht begegnen.

Dann fallen ihm vielleicht wirklich manche Dinge schwerer oder sind
vielleicht sogar unmöglich.

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