Schule, Lehrkräfte und LRS

Wie kann ich es den Lehrkräften vermitteln,
was mit meinem Kind los ist?
Was wissen die über LRS?

Puh, das ist eine schwierige Frage.

  • Wie hat denn die Schule reagiert?
  • Hat man Ihnen lediglich gesagt, dass Sie etwas tun sollen? Ohne zu sagen, was genau Sie denn machen sollen?
  • Hat man Ihnen konkrete Tipps gegeben?
  • Ein Nachhilfeinstitut empfohlen?
  • Oder hatten Sie eher das Gefühl, dass Ihr Kind nur als störend empfunden wird, und man es am liebsten loswerden würde?
    (Auch wenn dass hier ein wenig krass klingt – ich weiß aus zahlreichen Schilderungen, dass genau dieser Eindruck leider häufig entsteht.)

Aber ich bin jetzt nicht sauer auf die Lehrer.
Eines hat mir meine Erfahrung nämlich gezeigt:

Lehrkräfte stehen dem Thema LRS oder Legasthenie oft
sehr hilflos gegenüber.
Weil sie einfach zu wenig darüber wissen.
Und das sage ich ganz ohne Vorwurf.
Ich erkenne lediglich an, dass es so ist.

Lehrkräfte, die ich konkret gefragt habe, wie Sie LRS-Kindern helfen
können, wussten meist keine konkrete Antwort.
Von ganz wenigen Ausnahmen mal abgesehen.

Und damit wird die Frage, wie ich das der Schule vermitteln kann zur echten Herausforderung.

Ich will mal kurz beschreiben, was Sie rüber bringen müssen, damit Ihr Kind eine faire Chance bekommt:
Wenn Sie Ihrem Kind mit dem 15-Minuten-Wortbilder-Spiel eine neue Strategie beibringen, dann klappt das leider nicht ab morgen.
Dafür brauchen Sie etwas Zeit.
Gehen wir einmal davon aus, dass es zwei oder drei Monate dauert.
Das müssen Sie sich selber und Ihrem Kind zugestehen – und es der Schule entsprechend vermitteln!

Konkret heißt das, dass mich die Ergebnisse von Diktaten in den
kommenden Wochen nur am Rande interessieren.
Ich achte ganz gezielt darauf, ob mein Kind die Lernwörter (die dann nach der neuen Strategie spielerisch erlernt sind) korrekt wiedergegeben werden.
Andere Fehler treten in den Hintergrund.
Das ist natürlich etwas, was Schule schwer anerkennen wird.

Eines aber bleibt:
Das liegt daran, weil Schule nicht nur zu wenig über LRS, sondern natürlich auch zu wenig über das 15-Minuten-Wortbilder-Spiel
weiß.
Meine Erfahrung zeigt aber, dass man Lehrkräfte sehr wohl von der
Wirksamkeit überzeugen kann – ein offenes Gespräch kann hier Wunder bewirken.
Dabei ist es wichtig auch den Lehrern einen anderen Blick auf die
Problematik LRS zu ermöglichen – und auf die wirksamen Methoden.

Oft wird mir Eltern berichtet, dass Lehrer echt neugierig geworden sind.
Und manche haben sich dann letztlich sogar an mich gewandt,
um ihren Wissensstand zu verbessern.

Welche Argumente bei Lehrerinnen und Lehrern besonders gut ankommen, und was Sie auf gar keinen Fall sagen dürfen, erläutere ich in meinem Programm ausführlich.